AI Visibility Index

Fortlaufende Messung

AI Visibility Index: Wie sichtbar sind deutsche Marken in KI?

Wie sichtbar sind deutsche Marken in KI-Systemen? Wir messen es regelmäßig und legen die Methodik offen.

Kurzantwort

Der AI Visibility Index erfasst regelmäßig, ob und wie deutsche Unternehmen in den Antworten von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Microsoft Copilot erscheinen. Grundlage sind je Branche definierte Promptsets, die über mehrere Durchläufe abgefragt werden. Methodik, Stichprobe und Grenzen sind offengelegt.

Methodik: So misst der AI Visibility Index

  • Je Branche 40 festgelegte Fragen, formuliert wie echte Kaufrecherche.
  • Drei Durchläufe je Frage und System, ausgewertet wird der Median.
  • Drei Kategorien: zitiert mit Quellenangabe, erwähnt ohne Verlinkung oder nicht sichtbar.
  • Ohne angemeldetes Konto, ohne Verlauf, aus deutschem Standort.
  • Erhebungsdatum und Modellversion werden mitgeführt.

Grenzen des AI Visibility Index

Sprachmodelle antworten nicht deterministisch: Dieselbe Frage kann in zwei Sitzungen andere Ergebnisse liefern. Der AI Visibility Index zeigt deshalb eine Verteilung über Durchläufe, keine Rangliste mit Nachkommastellen.

Personalisierung, Region und Modellwechsel beeinflussen das Ergebnis. Wo wir das nicht kontrollieren können, benennen wir es.

Warum sich KI-Sichtbarkeit nur mit vielen Messungen belastbar beziffern lässt

Warum reicht eine einzelne Abfrage nicht aus?

Eine einzelne KI-Antwort ist eine Stichprobe von eins. Sprachmodelle erzeugen Text mit einem Zufallsanteil, und Suchfunktionen ziehen je nach Anfrage unterschiedliche Quellen heran. Google schreibt in seinen Hinweisen zu KI-Funktionen in der Google-Suche selbst, dass AI Overviews und AI Mode unterschiedliche Modelle und Techniken nutzen können und die angezeigten Antworten und Links deshalb variieren. Wer nach einer einzigen Abfrage Budgets verschiebt, reagiert auf Rauschen statt auf ein Muster.

Aus welchen Bausteinen entsteht eine belastbare Messung?

Eine robuste Messung von KI-Sichtbarkeit verbindet drei Dimensionen:

  • Breite: viele Fragen je Thema statt einer Lieblingsfrage – so wird sichtbar, ob eine Marke nur bei einer Formulierung auftaucht oder im ganzen Themenfeld.
  • Wiederholung: dieselbe Frage mehrfach und zu verschiedenen Zeitpunkten – erst dann lässt sich stabile Präsenz von einem Zufallstreffer unterscheiden.
  • Quellenanalyse: die Auswertung, welche Websites eine Antwort stützen – sie erklärt, warum eine Marke erscheint oder fehlt.

Für Sie heißt das: Sie erhalten nicht nur eine Zahl, sondern sehen auch, woraus sie entsteht und wie verlässlich sie ist. Je mehr Fragen und Durchläufe eine Messung umfasst, desto weniger fällt eine einzelne ungewöhnliche Antwort ins Gewicht.

Was kann ein Branchenindex für Ihr Unternehmen leisten?

Ein Index schafft einen gemeinsamen Maßstab. Er zeigt, welche Anbieter einer Branche bei typischen Kauffragen überhaupt vorkommen, welche Quellentypen dominieren und wie sich das Bild von Monat zu Monat verschiebt. Das erleichtert die Einordnung: Liegt eine schwache Präsenz an Ihrer Marke – oder ist die ganze Branche in KI-Antworten kaum vertreten?

Einen Blick auf Ihre eigenen Themen ersetzt ein Index jedoch nicht. Seine Fragen sind je Branche festgelegt; spezielle Leistungen, Regionen oder Produktnamen Ihres Unternehmens deckt ein solches Set nicht zwangsläufig ab. Außerdem beschreibt ein Index Beobachtungen, keine Ursachen – warum ein Wettbewerber vorn liegt, klärt erst die Analyse der zitierten Quellen.

Wie sieht eine unternehmensspezifische Messung aus?

Für einzelne Unternehmen übertragen wir dieselbe Logik auf ein eigenes Prompt-Set – mit unserer Monitoring-Technologie GEOmate. Ein Beispiel: Für den EHS-Softwareanbieter secova wurden im August 2026 194 KI-Quellen-Nennungen erfasst, das entsprach Platz 2 im untersuchten Quellenfeld. Auch das ist eine Momentaufnahme und keine Zusage für kommende Monate.

Wie läuft eine KI-Sichtbarkeitsmessung bei OnMaTe ab?

  1. Fragen formulieren: Für jede Branche entsteht ein festes Set von Kauffragen, damit die Messung abbildet, was Interessenten tatsächlich wissen wollen.
  2. Mehrfach abfragen: Jede Frage läuft in mehreren Durchläufen durch die untersuchten KI-Systeme, sodass ein einzelner Ausreißer das Ergebnis nicht bestimmt.
  3. Antworten einstufen: Unterschieden wird zwischen Zitat mit Quelle, bloßer Erwähnung und fehlender Sichtbarkeit – Sie erkennen die Qualität Ihrer Präsenz, nicht nur deren Häufigkeit.
  4. Offen veröffentlichen: Ergebnisse erscheinen monatlich samt Methodik und Grenzen, damit Sie jede Zahl selbst einordnen können.
  5. Bei Bedarf vertiefen: Für einzelne Unternehmen ergänzt GEOmate die Auswertung um Source Intelligence und einen Action Layer, der aus den Befunden konkrete Aufgaben ableitet.

Wie aus solchen Messwerten konkrete Maßnahmen werden, beschreibt die vollständige secova-Studie. Wie die zugrunde liegende SEO-Arbeit in ganz anderen Geschäftsmodellen aussieht, dokumentieren die Local-SEO-Studie zu Clopen und die Städte-Studie zum Jazzband Trio Mayence.

OnMaTe ist Google Premier Partner

Häufige Fragen zum AI Visibility Index

Was ist der AI Visibility Index von OnMaTe?

Der AI Visibility Index von OnMaTe misst monatlich, ob und wie deutsche Unternehmen in den Antworten von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und Microsoft Copilot erscheinen. Grundlage sind je Branche definierte Promptsets. Methodik, Stichprobe und Grenzen des Index sind offengelegt. Fehlt Ihre Branche, können Sie OnMaTe vorschlagen, welche als Nächstes aufgenommen werden soll.

Wie wird die Sichtbarkeit im AI Visibility Index gemessen?

Der AI Visibility Index arbeitet je Branche mit 40 festgelegten Fragen, die wie echte Kaufrecherche formuliert sind. Jede Frage wird in drei Durchläufen je KI-System gestellt, ausgewertet wird der Median. Erhebungsdatum und Modellversion werden mitgeführt, damit sich Veränderungen zwischen den monatlichen Messungen nachvollziehen lassen.

Welche Arten von Sichtbarkeit unterscheidet der AI Visibility Index?

Der AI Visibility Index unterscheidet drei Stufen: Eine Marke wird mit Quellenangabe zitiert, sie wird ohne Verlinkung erwähnt oder sie ist nicht sichtbar. So zeigt der Index nicht nur, ob ein Unternehmen in KI-Antworten vorkommt, sondern auch, ob die KI-Systeme seine Inhalte als Quelle heranziehen.

Unter welchen Bedingungen fragt OnMaTe die KI-Systeme ab?

Für den AI Visibility Index fragt OnMaTe die KI-Systeme ohne angemeldetes Konto, ohne Verlauf und von einem deutschen Standort aus ab. Damit werden Personalisierungseffekte so weit wie möglich ausgeschlossen. Wo sich Einflüsse wie Region oder Modellwechsel nicht kontrollieren lassen, benennt OnMaTe sie offen in der Methodik.

Wie verlässlich sind die Ergebnisse, wenn KI-Systeme unterschiedlich antworten?

Sprachmodelle antworten nicht deterministisch – dieselbe Frage kann in zwei Sitzungen zu anderen Ergebnissen führen. Der AI Visibility Index zeigt deshalb eine Verteilung über mehrere Durchläufe statt einer Rangliste mit Nachkommastellen. OnMaTe veröffentlicht dabei auch die eigene Position im Index, selbst wenn sie nicht schmeichelhaft ausfällt.

Ihre Branche fehlt im Index?

Schlagen Sie die Branche vor, die wir als Nächstes aufnehmen sollen.

Verfasst von Dennis Monschauer · Zuletzt fachlich geprüft 08/2026